TheMythofLaser

Vorurteile und Fakten rund um Laserprojektion

Gerd Kaiser, Senior Product Line Manager Large Venue Projectors, NEC Display Solutions Europe:
Laser-Lichtquellen auf Basis von Laserdioden entwickeln sich immer mehr zum technischen Standard für Projektoren. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 über zwei Drittel aller Projektoren auf dem Markt eine Laserlichtquelle besitzen. Laser sind betriebssicher, sehr hell und bieten erhebliche Vorteile für eine Reihe von Branchen und Anwendungsbereichen wie Kinos, große Veranstaltungsorte, Bildungseinrichtungen und Leitstände. Noch gibt es allerdings einige Vorurteile, die diese Branchen davon abhalten, die Vorteile der Lasertechnologie vollständig auszuschöpfen. Wir können sie ausräumen:

1. Vorurteil: Organisationen sollten sich mit einem Upgrade noch Zeit lassen

Wie bei jeder neuen Technologie ist es verlockend, erst einmal abzuwarten und nicht zu den Erstanwendern zu gehören. Zumal auch lampenbasierte Projektoren nach wie vor gute Qualität und zuverlässige Leistung bieten. Modelle mit einer Leuchtstärke von 5.000 Lumen und mehr können allerdings bereits jetzt eine gute und zuverlässige Alternative sein. Ein Upgrade sorgt beispielsweise für mehr Effizienz in Sachen Stromverbrauch und Gesamtbetriebskosten. So lässt sich mit dem NEC PX602UL gegenüber einem vergleichbaren lampenbasierten Gerät über eine Laufzeit von 20.000 Stunden eine Ersparnis von 36 Prozent erzielen.

2. Vorurteil: Lasertechnologie ist noch nicht ausgereift genug für den Einsatz im Alltag

Bei der Lasertechnologie, die in Projektoren zum Einsatz kommt, handelt es sich um Lasertechnologie der dritten Generation. Sie hat das Versuchsstadium bereits hinter sich gelassen und ist dem praktischen Einsatz in Anwendungsbereichen gewachsen, die auf Projektoren angewiesen sind. Das können große Veranstaltungsorte, Bildungseinrichtungen oder sogar anspruchsvolle Einsatzgebiete wie Leitstände sein. Tatsächlich haben Laser sehr schnell einen Reifepunkt erreicht, an dem sie sich nun problemlos in der Praxis einsetzen lassen und sich dort rasch bezahlt machen.

3. Vorurteil: Die Installation muss durch spezielle Fachkräfte erfolgen

Früher schrieb die Laserverordnung noch vor, dass die Installation von einer ausgebildeten Fachkraft vorgenommen werden muss. Inzwischen gestaltet sich die Installation von Laserprojektoren unkomplizierter. Dank einer veränderten Einstufung sind keine besonders geschulten Laserschutzbeauftragten mehr vonnöten: Heute gibt es zwar Arbeitsschutzempfehlungen, aber die Geräte unterliegen nicht mehr der Laserverordnung. Für die Erstanwender von Lasergeräten verändert dies den Installationsvorgang – er wird einfacher, kostengünstiger und schneller.

4. Vorurteil: Laser eignen sich nicht für alle Anwendungsbereiche

Zum jetzigen Zeitpunkt können einige Branchen, beispielsweise die Kino- sowie die Verleih- und Veranstaltungsbranche oder auch Betreiber mit großen Veranstaltungsräumen, stärker von den Vorteilen der Lasertechnologie profitieren. Hier zählt es, möglichst kostenbewusst über längere Zeiträume hinweg die größtmögliche Helligkeit zu erzielen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Lasertechnologie nicht ebenso gut für zahlreiche weitere Einsatzgebiete eignet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich auch in Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder in der digitalen Außenwerbung (DooH) als Standard durchsetzt.

5. Vorurteil: Die Technologie ist noch zu neu für anspruchsvolle Anwendungen

Branchen, die Projektoren oder Bildschirme für anspruchsvolle Anwendungen einsetzen, sollten wissen, dass sie in eine äußerst betriebssichere Technologie investieren. Beispielsweise müssen keine Lampen gewechselt werden, der Wartungsaufwand wird wesentlich geringer. Laserprojektoren sind gerade für anspruchsvolle Anwendungen demnach hervorragend geeignet. Da die Lasertechnologie das Versuchsstadium längst hinter sich gelassen hat und schon heute in der Praxis eingesetzt wird, konnte sie ihren Wert bereits unter Beweis stellen.