Wozu ist eine Kalibrierung erforderlich?

Die Farbkalibrierung dient dazu, die Farbwiedergabe eines Geräts (Eingabe oder Ausgabe) zu messen und/oder auf einen bestimmten Zustand einzustellen. Das ICC (International Color Consortium) nutzt dies als Grundlage für eine weitere farbliche Charakterisierung des Geräts und zur späteren Profilerstellung. Für alle Geräte, die in einem Workflow mit Farbmanagement eine aktive Rolle spielen, ist eine Farbkalibrierung zwingend erforderlich.

Kalibrierungsmethoden

  • Bei der reinen Software-Kalibrierung kommt es zum Verlust von Tonwerten und einer Qualitätsverminderung
  • Eine Kombination aus Software- und Hardware-Kalibrierung führt zu geringen Tonwertverlusten und einer semi-professionellen Qualität
  • Bei der Hardware-Kalibrierung treten keine Tonwertverluste auf und das Ergebnis weist professionelle Spitzenqualität auf

1. Schritt der Hardware-Kalibrierung

Messung der Leuchtdichte sowie der Farbe des Weißpunkts und Schwarzpunkts mithilfe eines externen Sensors und Anpassung der LUT an den Weißpunkt, Schwarzpunkt (bzw. Rot-, Grün- und Blaupunkt.) Einstellung der Gammakurve (Justierung der Grauwerte).

2. Schritt der Hardware-Kalibrierung

Erstellung eines ICC-Profils für das Betriebssystem (PC / Mac)

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ICC-Profile

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Ein ICC-Profil ist ein Datensatz zur Beschreibung eines Farbeingabe- oder Wiedergabegeräts oder eines Farbraums anhand der Normen des ICC (International Color Consortium). Diese Profile beschreiben die Farbeigenschaften eines bestimmten Geräts oder einer bestimmten Wiedergabeanforderung, indem eine Zuordnung zwischen dem Quellgerät oder Zielfarbraum und einem standardisierten Kontaktfarbraum (PCS, profile connection space) erstellt wird.

Weiterführende Informationen

www.colormanagement.org

www.eci.org

Farb-Workflow

Mithilfe der 3D-LUT-Farbemulationsfunktion der SpectraView-Serie ist es möglich, das ICC-Profil eines beliebigen Geräts, beispielsweise eines Druckers, über die MultiProfiler-Software hochzuladen und den Farbraum des Bildschirms so auf dieses ICC-Profil einzustellen.


Farbräume

sRGB (Standard-RGB)

  • 1996 von Microsoft und Hewlett Packard festgelegt
  • Standardfarbraum eines Röhrenmonitors
  • Für Internet- und Büroanwendungen geeignet
  • Zu klein für Grafikbearbeitung, nicht 100 % für den Druckprozess geeignet
  • In Photoshop enthalten
  • D65-Weißpunkt
  • Tonwertkurve: angepasstes Gamma 2,2

Adobe-RGB

  • 1998 von Adobe festgelegt
  • Standardfarbraum in den USA
  • Enthält 98 % aller druckbaren Farben
  • In Photoshop enthalten
  • D65-Weißpunkt
  • Tonwertkurve: Gamma 2,2

eciRGB_v2

  • 2005 von Color Solutions festgelegt
  • Standardfarbraum in Europa (siehe www.eci.org )
  • ISO-Norm 22028-2:2007
  • Enthält 100 % aller druckbaren Farben
  • NICHT in Photoshop enthalten
  • D50-Weißpunkt
  • Tonwertkurve: L*

dsRGB

Colour-Spaces-Logo

Farbraum für farbtreue, großformatige Displayanwendungen. Perfekt auf die Public Displays von NEC abgestimmt.

  • Etwas umfangreicher als der aktuelle sRGB-Standard
  • Die Grundfarben Rot, Grün, Blau (x/y-Koordinaten)
  • Tonwertkurve (die Gammakurve)
  • Weißpunkt 7.500 K

Laden Sie die ICC-Datei herunter .

L*a*b* (CIELAB)

Durch das L*a*b-System wird der Farbraum auf Grundlage der nicht-linear komprimierten CIE-XYZ-Farbraumkoordinaten mit einer „L“-Achse für die Helligkeit sowie den beiden Achsen „a“ und „b“ für den Farbort der jeweiligen Farbe beschrieben. Farbänderungen entsprechen annähernd dem menschlichen Farbempfinden. Das System gestattet die Erstellung präziser Profiltabellen und eignet sich perfekt für die außergewöhnlich exakte 14-Bit-Hardwarekalibrierungsfunktion der SpectraView-Serie.

Andere RGB-Farbräume

  • CIE-RGB: Quecksilberspektrum
  • PAL, SECAM, NTSC: Fernsehnormen; Phosphor
  • PProPhoto-RGB: Digitalfotografie
  • Erweiterter RGB-Farbraum
  • DonRGB
  • sRGB / dsRGB
  • Adobe RGB
  • eciRGB_v2
  • L*a*b*

3D-Look-Up Tables

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Über die in den SpectraView-Modellen und SpectraView-Referenzmodellen integrierte 3D-LUT mit voreingestellten Farbemulationswerten lässt sich der Farbraum des Bildschirms so anpassen, dass er den Farbraum des Druckers oder eines anderen Geräts im Farb-Workflow emuliert. Die 3D-LUT ist eine dreidimensionale Tabelle, mit deren Hilfe Farben in unterschiedliche Farbräumen abgebildet werden können. Der in SpectraView-Bildschirmen von NEC integrierte Farbverarbeitungsprozessor kann komplexe Farbräume, wie beispielsweise die von Farbdruckern, direkt auf dem Bildschirm emulieren. So steht eine Druckvorschau auch in Anwendungen zur Verfügung, die diese Funktion nicht unmittelbar unterstützen. Mit der MultiProfiler-Software können ICC-Profile ganz einfach in die 3D-LUTs geladen werden.


Erweiterter Farbraum

Die neueste Generation der modernen P-IPS-Technologie mit 10-Bit-Farbtiefe bietet Ihnen beste Bildqualität ohne Farbverschiebungen, mit außergewöhnlich großen Betrachtungswinkeln und dem größtmöglichen verfügbaren Farbraum (107 % Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums und 98 % seiner Größe). Der wahre Vorteil eines Bildschirms mit erweitertem Farbraum wird besonders in Verbindung mit einem 10-Bit-Panel deutlich, denn es treten keine Farbstreifen oder sichtbare Graustufenübergänge auf.

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SpectraView Profiler-Software

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SpectraView-Profiler, das Softwarepaket mit Kalibrierungs- und Profilerstellungsprogrammen, ermöglicht neben einer exakten und direkten 14-Bit-Auflösung pro RGB-Kanal die Kalibrierung von Helligkeit, Weißpunkt und Leuchtdichte sowie die Erstellung von 16-BIT-ICC-Profilen für Apple und Windows-Betriebssysteme.

Mit 16.384 Tonwerten je Farbe kann Profiler eine nahezu stufenlose und damit deutlich exaktere Tonwertanpassung vornehmen, als herkömmliche Kalibrierungssoftware. Feinste Tonwertabstufungen und Graustufen werden in außergewöhnlicher Genauigkeit und Klarheit dargestellt. So ist gewährleistet, dass die Farben die Sie auf dem Bildschirm sehen, denen des Druckers entsprechen.

  • Hardwarekalibrierung über DDC / CI und USB (mit SpectraView-Profiler Version 5.0)
  • L*-Kalibrierung (CIE-LAB L*-Farbraum), alternativ Kalibrierung mit Gamma 1,8 oder 2,2 oder mit vom Benutzer vorgegebenen Gammawerten, sRGB- oder CIECAM02-Kalibrierung
  • Erstellung von 16-Bit-ICC- und Tabellenprofilen unter Verwendung von LUT
  • Iterativer Kalibrierungsvorgang
  • Manuelle Anpassung von Weißpunkt und Kalibrierungskurve
  • Anpassung von Weiß- und Schwarzleuchtdichte (bzw. Kontrastbereich)
  • Profilvalidierung zur schnellen Überprüfung von Kalibrierungsprofilen
  • Evaluierung der Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz und der Betrachtungsbedingungen gemäß ISO 3664 und 12646
  • Automatische, softwaregesteuerte Hardwareanpassung von JUST-Normlichtgeräten
  • Farbanpassung

Hier können Sie die aktuelle Version der SpectraView-Profiler Software herunterladen und die Registrierung sowie Lizenzierung vornehmen.


Farbliche Übereinstimmung

Neben ihren vielen anderen Auszeichnungen führen die preisgekrönten SpectraView-Modelle mit IPS-Panel seit Kurzem die Bezeichnung FOGRA PreCert Class A und genügen somit dem Maßstab der Druckindustrie in Bezug auf Farbgenauigkeit. SpectraView-Bildschirme erfüllen nicht nur die Anforderungen des Branchenstandards FOGRA PreCert, sondern können auch in ISO-konformen Druckvorstufen- und Soft-Proof-Systemen eingesetzt werden. In der Softproof-Branche haben sich zwei ISO-Normen zum Vergleichen von Farb-Proofs etabliert: ISO 3664:1996 und ISO 12646:2008.

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